Europapokal

Faustball am 10./11. Januar 2009

DVD-Box Europapokal 2009 erhältlich

28. Januar 2009, 12:00

Ab dem 1. Februar ist die langersehnte 3er DVD-Box vom Europapokalwochenende erhältlich. Bestellen kann man per E-Mail bei Markus Knodel unter der Adresse markus.knodel (at) tvv-faustball.de.

Björn Rink

Pressemappe Europapokal

13. Januar 2009, 00:38

Leider etwas verspätet, aber immerhin: Die Pressemappe mit allen Berichten und Spielberichtsbögen vom letzten Wochenende. Download

Björn Rink

Vaihinger Erfolgsgeschichte - Europapokal der Faustballer auf einen Blick

11. Januar 2009, 17:33

Der TV Vaihingen an der Enz ist beim ersten Auftritt auf internationaler Ebene Europapokalsieger im Faustball geworden. Am Sonntag konnte die Mannschaft den Heimvorteil nutzen und den österreichischen Vize-Meister TuS Kremsmünster mit 4:0 besiegen. Das Vaihingen über zwei Tage die beste Leistung zeigte, spiegelt auch die Wahl der besten Spieler wider. Im Angriff wurde Kolja Meyer gewählt. Die Auszeichnung “bester Zuspieler” ging an Marco Lochmahr, den Kapitän des zweifachen deutschen Meisters von 2008. Für herausragende Abwehrleistungen wurde Stefan Winterleitner (Kremsmünster) geehrt.

Am Samstag hatte Kremsmünster überraschend dem Schweizer Meister Faustball Widnau den Finaleinzug verbaut. Anschließend begeisterte die Vaihinger Mannschaft ihre 500 Fans mit einem nie gefährdeten 4:0-Erfolg über den Favoriten FBC ASKÖ Linz-Urfahr. Am Sonntag konnte Urfahr im kleinen Finale Widnau in einem Zitterspiel mit 4:3 besiegen.

Ralf Kohler

Nur der große Favorit hadert mit sich und der Welt

11. Januar 2009, 17:04

Im Sport, vor allem bei Olympischen Spielen, ist neben dem ersten oft der Dritte glücklich und zufrieden. Beim Vierten genauso wie etwa bei einem geschlagenen Finalisten dominiert oft die Unzufriedenheit. Beim Europapokal im verschneiten Vaihingen an der Enz war das ein wenig anders. Groß war der Jubel beim TV Vaihingen, der den Heimvorteil zum Gewinn des Europapokals nutzte. Auch Finalist TuS Kremsmünster und selbst der zweimal unterlegene Vierte des Klassements, Faustball Widnau, waren mit sich im Reinen. Von Zufriedenheit konnte hingegen beim Europapokal-Dritten FBC ASKÖ Linz-Urfahr nicht die Rede sein. Auch nach dem 4:3-Erfolg grantelten die Gäste aus der oberösterreichischen Hauptstadt. Die Mannschaft, allen voran WM-Angreifer Martin Weiß war den eigenen hohen Ansprüchen nicht gerecht geworden.

“Wir haben schlecht gespielt und die Rechnung präsentiert bekommen”, sagte Weiß. “Aus meiner Sicht ist das noch nicht die Wiederherstellung der Ehre gewesen”, sagte Manfred Leitner, der Linz-Urfahr trainiert. Die Leistung bei der 0:4-Halbfinalpleite gegen Vaihingen kam seiner Auffassung nach einem Versagen gleich. Halbwegs akzeptabel fand er das 4:3 gegen Widnau, auch wenn sich die Mannschaft drei Mal den Satzausgleich einfing. Mehrmals geriet der entthronte Titelverteidiger nach hoher Führung in Bedrängnis. “Es ist so viel schwieriger, einen Satz zuzumachen, als im Kampf drinnen zu sein. Auf einmal war Widnau wieder dran”, meinte Leitner.

Beim Schweizer Meister trug man die knappe Niederlage mit Fassung. Betreuer Marcel Stoffel, der den erkrankten deutschen Trainer Joachim “Jogi” Bork vertrat, sagte: “Aus diesem Spiel können wir erhobenen Hauptes herausgehen.” Unbefriedigend hatte er das 2:4 im ersten Spiel der Veranstaltung gefunden. Da war Widnau gegen Außenseiter Kremsmünster nach 0:2-Rückstand die Wende nicht mehr gelungen. Am Ende stand eine 2:4-Niederlage zu Buche. Die naheliegende Annahme die Rückhol-Aktion des Brasilianers Gabriel Bonvialle habe sich nicht gelohnt, wollte Stoffel nicht bestätigen. Dabei hatte der 23-Jährige Jura-Student gerade im Halbfinale keine Akzente setzen können. Widnau sei in der Halle grundsätzlich nicht so stark, meinte Stoffel. Dieselbe Meinung vertraten auch unabhängige Kenner der Faustball-Szene.

Beim TuS Kremsmünster hatte man es leicht, Fragen nach Finalfrust abzuwehren. Für eine Mannschaft, die aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Nationalangreifer Klemens Kronsteiner als krasser Außenseiter nach Vaihingen gekommen war, ist der zweite Platz mehr als respektabel. Einen Satzgewinn gegen den TVV hätte sich Kronsteiner, der als Betreuer schon am Samstag seine Stimme einbüßte, gewünscht. Trotzdem nahm er die 0:4-Niederlage gelassen. “Wir haben schließlich eine sehr junge Mannschaft, von zwei Routiniers im Angriff abgesehen.” Bei den Grün-Weißen hatten sich Gabriel Streitwieser und Markus Ahrens mit grün gefärbten Haaren und Streitwieser auch noch mit einem grünen Bart auf das Turnier eingestimmt.

Europapokalsieger Vaihingen sah in dem Erfolg den Lohn für die Anstrengungen insbesondere der vergangenen beiden Wochen. “Wir waren auf den Punkt topfit. Alle waren auch bis in die letzte Faser motiviert”, sagte Trainer Werner Blechschmidt. Er brauchte gar nicht zu wechseln. Kolja Meyer (bester Angreifer beim Europapokal), Michael Krauß, sowie hinten Daniel Wörsinger, Marco Lochmahr (bester Zuspieler) und Andreas Rothmaier spielten durch.

Ralf Kohler

Europapokal: Vaihingens Weg zum Erfolg

11. Januar 2009, 16:36

In weniger als 23 Stunden ist der TV Vaihingen an der Enz vom Ausrichter zum Faustball-Europapokalsieger geworden. Am Sonntag gewann die Mannschaft das Finale gegen den kampfstarken Außenseiter TuS Kremsmünster mit 4:0. Den Weg zum Triumph hatte sie schon am Samstagnachmittag beschritten, als der FBC ASKÖ Linz-Urfahr mit 4:0 besiegt wurde. Das weitgehend mit der österreichischen Weltmeister-Mannschaft identische Team war als großer Favorit nach Baden-Württemberg gereist.

In beiden Partien erwischten die Vaihinger einen glänzenden Start und konnten dank der frühen Vorteile das Publikum begeistern. Mit insgesamt 1000 Zuschauern war die Halle praktisch ausverkauft. Im Angriff hatte der TVV mit Kolja Meyer/Michael Krauß ein bewährtes Duo. Mit den beiden war Vaihingen bei den beiden DM-Endrunden 2008 deutscher Meister geworden.

Nachdem Kolja Meyer beim zweiten DM-Finale einen schwachen Tag erwischt hatte, trug der 26-Jährige dieses Mal besonders viel zum Erfolg bei. Er schlug konstant gut auf, machte im Angriff viele Punkte, demonstrierte die Vaihinger Block-Stärke und war auch bei plötzlich anfallenden Abwehraufgaben Herr der Lage. Seine Wahl zum besten Angreifer des Turniers war ebenso folgerichtig wie die Ehrung des erst 21 Jahre alten Kapitäns Marco Lochmahr als bester Zuspieler. Zum Erfolg beitragen konnten außerdem der wie Lochmahr zum erweiterten National-Mannschaftskader zählende Andreas Rothmaier und sein Abwehr-Kollege Daniel Wörsinger.

Mit einer Ausnahme sind alle Vaihinger Europapokalsieger aus der eigenen Jugend hervorgegangen. Nur Linkshänder Krauß begann einige Kilometer entfernt von Vaihingen, beim TV Hohenklingen, mit Faustball. Ehe er vor anderthalb Jahren von der Sportvereingung Weil der Stadt nach Vaihingen wechselte, war für den TVV die Endrunden-Teilnahme das höchste der Gefühle gewesen. Überwiegend konnte sich der Verein in der Halle in Deutschland unter den sechs besten deutschen Mannschaften platzieren.

“Ich glaube, an diesem Wochenende wären wir nicht zu schlagen gewesen”, sagte der aus dem Allgäu stammende Vaihinger Erfolgstrainer Werner Blechschmidt. “Einen Schwachpunkt haben wir nicht gehabt”, sagte Kapitän Lochmahr. Dennoch sei der Finalsieg ein hartes Stück Arbeit gewesen.

Ralf Kohler

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